24h Kartrochade in der Daytonahalle |
Am 7. und 8. November ging das vierte und letzte 24h Rennen der diesjährigen Serie über die Bühne. SLT gewann das Rennen vor SPARCO, die sich damit den Gesamtsieg holten, und vor RS, die als die Favoriten ins Rennen gingen.
Gegenüber dem dritten Rennen gab es bis auf die freigegebene Spur keine Reglementänderungen. Das bewährte Konzept wurde somit fortgeführt, einzig die Tatsache, daß 12 Karts nie gleich schnell sein können, sorgte für Unstimmigkeiten und brachte das anfangs scheinbar klar vorhersehbare Ergebnis kräftigst durcheinander.
Das Rennen wurde gegen die Fahrtrichtung gefahren. Das brachte Abwechslung. Zudem ist die verkehrt gefahrene Strecke noch selektiver und schwieriger und gefiel aufgrund der kaum überbietbaren Streckenführung sehr. So viele Schwierigkeitsgrade gibt es wohl in keiner anderen Indoorkarthalle, meint KoflAIR.
Wie beim vorigen Rennen ist auch diesmal wieder sehr fair gefahren worden. Überholmanöver liefen reibungslos ab, der Schnellere wurde jeweils beispielhaft vorbeigelassen. Denn jeder weiße es mittlerweile: Ein 24h Rennen entscheidet sich nicht im Positionskampf!
Aufgerüstet wurde diesmal auf der Verpflegungsseite. Zwei freie Mahlzeiten und zwei Getränke für die Fahrer waren obligatorisch, ein extra engagierter Koch sorgte für hervorragend frische Schnitzel und Pasta Asciuta. Kompliment!
Die Gaudi in der Halle bzw im Cafe war auch immer super, mit bestem Blick aufs Renngeschehen vom im 1. Stock gelegenen Cafe aus. Angenehm dabei die hervorragenden Schallschutzscheiben, die noch dazu für Ruhe im Cafe sorgten.
Von den Problemen im dritten Rennens geläutert, gab es diesmal neue Katalysatoren für alle Karts, wodurch sich die CO-Werte in der Halle immer im erträglichen Bereich hielten. Bei allen Karts wurden defekte Teile ersetzt, die Spur wurde wie erwähnt freigegeben und durfte von den Teams frei eingestellt werden. Durch die Tatsache, daß auf einigen Karts neue Motoren montiert wurden, ergab sich jedoch ein Leistungsproblem. Einige Motoren legten im Laufe der Distanz an Leistung zu, andere, die älteren nämlich, bauten ab.
Einige Karts lagen leistungsmäßig etwas weit unter dem Durchschnitt, was dann letztlich zur großen Rochade führte.
RS baute zu Rennbeginn aus der Pole Position startend die Führung kontinuierlich aus. Nach 4 Stunden lagen sie bereits 4 Runden vorne, das sind bei 47 Sekunden Rundenzeiten immerhin satte 6 Minuten! Später kam jedoch SLT Express mit dem eingetauschten Kart auf und holte über Nacht den Rückstand vom 5. Platz auf, ging in Führung und baute diese ins Ziel bis auf satte 7 Runden Vorsprung aus. SLT hatte dabei mit 3 Stop & Go Strafen von je 1 Minute zu kämpfen, es reichte aufgrund der hervorragenden Taktik dennoch zum Sieg. SLT hatte die wenigsten Fahrerwechsel und auch sehr wenige Tankstops! RS wurde auch noch vom Seriensieger SPARCO überholt, die mit einem relativ schwachen Kart durch exzellente fahrerische Leistungen dem motorisch überlegenen RS Kart davonzogen. Erschwerend für RS kam der hohe Benzinverbrauch des Motors hinzu. Schon nach 1 Stunde 10 mußte getankt werden, andere Teams schafften 1:25, was sich auf 24 Stunden und einer Verzögerung von 1 Minute je Tankstop beträchtlich niederschlägt! Beachtliche Vierte wurden die mehr oder weniger aus Jux angetretenen X Speed, die sich aus der neueröffneten Speed Indoor Halle rekrutierten. Fünfter das Team Skoda Schmidt, in dem auch Martin Müller, Geschäftsführer der Halle, mitfuhr.
Mehr hätte man sich vom stark fahrenden Monte Carlo Team erwartet, das jedoch durch Defekte und Kleinigkeiten immer weiter zurückfiel. Das fahrerische Niveau war diesmal merklich höher als im dritten Rennen, nur wenige "fahrende Hindernisse" waren unterwegs.
In der zweiten Rennrunde stellte das Skoda Schmidt Team fest, daß der Motor gar sehr schwach war - trotz des guten 5. Platzes in der Qualifikation - und wechselte auf ein Ersatzkart, um das eigene Kart einer genauen technischen Prüfung unterziehen zu lassen. Nach kurzer Zeit bekamen die "Crashtestdummy's" ein Ersatzkart, weil ihres wirklich schwach war. Dieses durften sie für den Rest des Rennens behalten. Das war der Auslöser für weitere Rochaden.
Skoda Schmidt behielt sich nach zweimaligen Wechselns ebenfalls ihr Ersatzkart. Auch SLT Express nahm - taktisch hervorragend - die Gelegenheit beim Schopf. KoflAIR schaffte im Startturn nur Rundenzeiten, die eine ganze Sekunde hinter FRITZeelll Hoffmann lagen, was klar zeigte, daß auch dieses Kart leistungsmäßig stark hinterherhinkt. Nach dem Kartwechsel waren die Zeiten, Werner saß zu diesem Zeitpunkt im Kart, auch gleich klar schneller. Nach ebenfalls mehrmaligen hin und herwechseln entschloß sich SLT, das Ersatzkart zu behalten.
Diese und noch einige weitere Rochaden bescherten dem SLT Team das wohl schnellste Kart des Feldes, was sich auch in den schnellsten Rennrunden manifestierte. KoflAIR schaffte nach etlichen 46,20er wenige 46,10er und eine Handvoll 46,0er, bis schließlich eine einzige 45er am Display aufschien: 45,98! Die nächstschnellste Teamrunde erreichte das RS Team durch FRITZeelll mit beachtlichen 46,30.
Die Preise wurden in Form von Wertgutscheinen für Tickets für die Halle ausbezahlt.
| 1. | SLT Express | 18.000,- |
| 2. | SPARCO | 9.000,- |
| 3. | RS Racing Team | 5.040,- |
| 4. | X Speed | 3.800,- |
| 5. | Skoda Schmidt | 2.800,- |
| 6. | Die Chaoten | 2.100,- |
Die Fahrer des siegreichen SLT Teams waren Petra "Bärli" Schlosser, Jaro Chaloupka, Christian "Stelzi" Stelzhammer, Werner Trügler, Philip Strondl und Ernst Markus KoflAIR.
| 1. | SPARCO | 30.000,- |
| 2. | SLT Express | 15.000,- |
| 3. | Skoda Schmidt | 10.000,- |
| 4. | RS Racing Team | 9.000,- |
| 5. | Monte Carlo | 8.000,- |
| 6. | Chaoten | 7.000,- |
Die Preise für die Gesamtwertung wurden in Bar ausgezahlt, das war Anlaß für viele Teams, die Freude gleich in der Halle zu begießen. Natürlich antialkoholisch! ;-)