Alternative Rennen - Teil 6Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah, so könnte man aus Wiener Sicht über die sechste Rennstrecke der Serie denken. Dass sich an dieser Stelle eine Rundstrecke befindet, ist im ersten Moment, und auch im zweiten, nur schwer zu erkennen. Luftbild
CD-PlayerDie gute Rundenzeit liegt unter 50 Sekunden. Aufgrund des zügigen Kurses mit unterschiedlichen Radien und echten Anbremszonen empfiehlt sich melodiösrockige Musik wie z.B. Road To Hell oder Final Countdown. Gegen harte Technomusik spricht im konkreten Fall das ein wenig verminderte Gefühl für wegdriftendes Untergestell, was bei diesem Kurs jedoch durchaus als wesentlich bezeichnet werden kann.
Die sechste Rennstrecke: Der NordringDie sechste Rennstrecke befindet sich in der Verknüpfung von vier Verkehrsadern. Nordbrücke, Klosterneuburger Stelzenautobahn, Lände, und Handelskai. Es handelt sich ähnlich dem Knoten Kaisermühlen um einen Quasi-Kreisverkehr mit mehr oder weniger häufig auftretenden Abzweigungen und Einmündungen. Aufgrund der Lage im nördlichen Teil Wiens, und aufgrund der Ausprägung als Ring, nennen wir diese Strecke den Nordring.
ZufahrtAufgrund der günstigen Lage gibt es vier Zufahrtsmöglichkeiten.
Die Strecke.Hinweise.Der Kurs ist wieder einmal ein Kreisverkehr, der gegen den Uhrzeigersinn befahren wird. Bei Autos sind die rechten Reifen besonders beansprucht, bei Motorrädern ist entsprechend die linke Flanke betroffen. Ebenso die Bremsen, die durch die höheren Geschwindigkeiten härter belastet werden als bei den bisher in dieser Serie gebrachten Kurse. Der besseren Übersichtlichkeit halber haben wir die Skizze mit hellblauen Pfeilen versehen, der einfacheren Beschreibung halber mit Ziffern. Nun zum Kurs. Passage 1: Die ParabolicaAufgrund des inhomogenen Kurvenradius bezeichnen wir diesen Abschnitt als Parabolica. Sanft beginnend, bekommt die Kurve im enger werdenden Radius eine bevorrangte Zumündung. Vorsicht! Hinter der A-Säule des PKWs verstecken sich gerne rasch einfahrende Kleinfahrzeuge, die bei grenzgenialem Vortrag der Einfahrt zu großen Herausforderungen mutieren können! Nach der Einmündung wird der Radius der Kurve ein wenig enger, bleibt jedoch ab diesem Moment homogen. Nun gilt es, den grippigen Asphalt zu genießen. Sanft wird die Passage 1 ihren Radius freigeben. Trotz der Brückenlage kommt wohliges Heimgefühl auf. Vorsicht bei Glätte oder bei Schnee. Leitschienen sorgen im Falle zu hoher Entrancevelozität für ein jähes Ende der Probefahrt. Passage 2: SchönberggeradeWie im echten Leben, ist auch diese Gerade nicht wirklich gerade. Der etwas ungenaue Plan lässt hier nicht erkennen, dass diese Gerade einen Rechtsschlenkerer in sich birgt. Der hellblaue Pfeil versucht das zu verdeutlichen. Endlich wird die Rechtskurvenlast vom Fahrwerk genommen. Ruhepause für die rechten Reifen. Vorsicht auf die Einmündung der von rechts kommenden Fahrzeuge, die über Klosterneuburg kommend meist auf die Nordbrücke wollen. Dazu müssen diese spätestens eingangs der nächsten Passage auf den linken Fahrstreifen wechseln! Passage 3: BoschkurveDie Bremszone vor dieser Kurve darf getrost als extrem spannend bezeichnet werden. Nach Schönberg ist nun hartes Einlenken gefragt. Der Pilot muss im Zuge dieser Passage den Fahrstreifen nach rechts wechseln! Nach knapp 60° Kurve wird klar, wieso. Rechts macht eine Ausfahrt auf. Jene nämlich, die auf vielen Plänen nicht eingezeichnet ist. Diese komplettiert den Kreis und führt auf das untere Plateau der Runde. Von ihrem Gefälle hat diese Passage auch ihren Namen, dem A1 Ring nachempfunden. Was in dieser Kurve wichtig ist: Vorsicht vor den Bodenmarkierungen! Sie kommen in dieser Passage mehr als massig vor. Und: Wir befinden uns nach wie vor in Hochlage! Die Glatteisgefahr ist daher noch nicht gebannt! Passage 4: Michigan TurnDie Indycar Strecke von Michigan ist das größte Oval ihrer Art und verfügt über einen Bogen mit sonderlich weitem Radius. So auch dieser Streckenabschnitt. Die händisch korrigierte Skizze macht glauben, wir haben es hier mit einem Ess zu tun, Fehlanzeige. Es handelt sich um einen langen Bogen mit gleichmäßigem Radius, der durchaus mit Vollgas in Angriff genommen werden kann. Nur sehr starke Autos werden durch den Radius in Verlegenheit kommen, Motorräder müssen Obacht geben. Vorsicht. Das Ende dieser Passage ist eine Nachrangige Einmündung in den Weg Lände-Klosterneuburg, den zugegebenerweise nur wenige Fahrzeuge in Anspruch nehmen. Passage 5: Michigan FortsetzungDie lange Links findet ihre weiche Fortsetzung. Wir unterqueren gleich die Nordbrücke. Es folgt eine weiche Bodenwelle, die scheints über die volle Breite der Fahrbahn geht. Lästig drückt es das Gerät tief in die Federn. Nicht aus der Ruhe bringen lassen, die Fliehkräfte sind gering! Wir müssen nun zwei Fahrspuren nach links wechseln, um wieder mal nach links abzubiegen. Möglicherweise kommt nun auch Ausflugsverkehr hinzu, der vom Handelskai kommend nach links abbiegen will, was aber eigentlich nur ein Orientierungsfehler sein kann, denn andere Abzweigungen ermöglichen bereits alle vernünftig erklärbaren Wege für die von hier verzweigt werden kann. Wer hier abbiegt, ist daher eher als potentieller Gegner anzusehen denn als störender Querverkehr. Wir münden nun wieder in Passage Nr. 1, "Parabolica", ein. Die Runde ist fertig! Abschließende WorteWer diesen Kurs unter 45 Sekunden bewältigt, war flott unterwegs. Die Killerzeiten liegen sicher irgendwo im 35er Bereich. Vorsicht: Bei Geschwindigkeiten über 120 km/h (50 km/h Überschreitung, Rundkurs gilt als Freilandstraße) droht der Führerscheinentzug! Die Strecke ist kompliziert und sollte zunächst ein paarmal geübt werden, um sich den Verlauf der Strecke einzuprägen. Weiters sollten alle Fluchtmöglichkeiten trainiert werden, um im Falle des Falles einer Sofortahndung entgehen zu können. Verweigerung der Lenkerauskunft kann im schlimmeren Falle wesentlich günstiger sein... Viel Spaß! Bisherige Teile: Klein-Indianapolis, Prater-Vierklee, Verteilerkreis Favoriten, Knoten Kaisermühlen, Knoten Mattersburg (emk) Achtung: Dieser Text ist ein Spaßtext und entspricht der schrägen Philosophie von E.M.KoflAIR's schräger Vollgas Seite. Rennen im Straßenverkehr sind in keiner Form erlaubt. KoflAIR himself ist ein sehr gesitteter Autofahrer und lebt seine Geschwindigkeitsräusche beim Kartfahren aus. Bitte die vorgeschlagenen Rennen daher nur mit einem Lächler zur Kenntnis nehmen und keinesfalls selbst in Angriff nehmen! |