Waterloo für V-max:
Xkart Staatsmeister!

Xkart Team
V-max Team
A1 Kartliga

Das Xkart Team wird mit einem zweiten Platz im Long Distance Bowl Finale Staatsmeister - V-max landet mit einem 8 Platz zu weit hinten, verliert zu viele Punkte - und damit die Staatsmeisterschaft!

Das Rennen war leider ein sehr unrühmlicher Abschluß der Indoorsaison. Die hohe Kartstreuung brachte ein unrealistisches Rennergebnis, wie eine Woche zuvor schon in der Gloggnitzer Halle, als die Karts nach gleicher Höchstdrehzahl eingestellt wurden.

So kam es, daß die geraden Karts im Schnitt schneller waren. Unterstrichen wird das durch die Tatsache, daß die TOP 3 allesamt geradzahlige Kartnummern hatten. Im Rennen gab es genau einen technischen Defekt, diesen traf zu allem Überfluß das besser plazierte V-max Team. Daher - nur Platz 7 und 9 für die V-max Teams, die eine sehr unglückliche Hand bei der Ziehung der Karts hatten und gleich zwei aufeinanderfolgende ungerade Nummern zogen (3 und 5). Xkart zogen 4 und 9. Kart 4 kam auf Platz 2, Kart 9 war das landete auf Platz 5.

Endergebnis des Rennens

1. MSC Dirty 6
2. Xkart
3. MSC Dirty 6
4. Crashtestdummy's
5. Xkart
6. Polyfina
7. V-max
8. Le Frere
9. V-max
10. Lisec
11. Ladyteam
12. Lisec

V-max wäre auf den 5. Platz gekommen, wäre da nicht der Defekt gewesen (Gasseil stecken geblieben), der zwei Runden kostete! Das Ersatzkart war erst nach 40 Sekunden startbereit, die kalten Reifen sorgten ca. 15 Minuten lang für miese Rundenzeiten - das wars dann. Chancenlos.

Das V-max Team hat kein Problem damit, ein Rennen sportlich auf der Strecke zu verlieren. Daß aber eine ganze Staatsmeisterschaft aufgrund von völlig indiskutablen  Vorarbeiten der veranstaltenden Halle in Bezug auf Rundenzeitenstreuung der Karts verlustig geht, das schmerzt!

Seitens der Halle wurde im Vorfeld versprochen (siehe Finalvorschau), bezüglich Kartstreuung optimale Voraussetzungen zur Verfügung zu stellen. Sogar der Motorenprüfstand der Kartliga wurde gemietet. Krasse Fehlplanung des Events sorgte jedoch dafür, daß die Kartabstimmung mittels Prüfstand nach hinten losging: Mögen die Motoren vielleicht auf ähnlichem Level gelegen haben, wurde der Faktor Fahrwerk entgegen der Versprechungen der vorbereitenden Techniker außer Acht gelassen. Somit lagen die Rundenzeiten der Karts über das gesamte Rennen massiv auseinander.

Zur krassen Fehlplanung: Am Vormittag des Finales wurde noch eine 3-stündige Hallenvermietung abgehalten. Erst dann wurden die Karts auf den Prüfstand gestellt und neue Reifen montiert (!!). Das Ergebnis dieser äußerst verspäteten Aktion war, daß der Start nicht wie versprochen um 14 Uhr, sondern erst ca. um 16:45 erfolgte. Weiters blieb natürlich überhaupt keine Zeit mehr für sorgfältige Abstimmfahrten...

Die Durchführung war ansonsten vorbildlich, keine Frage. Im Teamchefbriefing wurde von der Rennleitung der A1 Kartliga eindringlich klargestellt, daß taktische Manöver von Headteams, Teams also, die mit 2 Karts antraten, härtestens geahndet würden. Beim Rennen nahmen immerhin 4 Headteams mit je 2 Karts teil. Das Rennen zeichnete sich durch hohe Fairness aus, es gab nur eine einzige Verwarnung, die blaue Flagge wurde konsequent den jeweils langsameren Karts gezeigt, wodurch Überholmanöver auch keine Probleme verursachten. Es gab keine Abbrüche, keine Probleme mit Transpondern, nur einen technischen Defekt (V-max Gasseil), das war vorbildlich.

Im Anschluß an das Rennen, das erst um 22:45 zu Ende war, wurde im Restaurant der Halle, das personalmäßig an diesem Tag leider ein wenig unterbesetzt war, gefeiert. 
V-max spendierte dem Xkart Team eine 5 l Falsche Sekt.

Kaum einer der auf der Feier anwesenden hatte das Ergebnis wirklich verstehen können - vor allem jene nicht, die die Kartliga Saison 1999 aufmerksam mitverfolgt haben. 

Xkart, mit 5 Siegen in der gesamten Saison, wird Staatsmeister.

V-max, mit 14 Siegen und 3 Bewerb-Siegen (Winterchallenge, Kartsprint, 24h Kartcup) wird Vizestaatsmeister.

Die Kartliga sollte sich vielleicht auch überlegen, ob es angesichts dieses Ergebnisses wirklich sinnvoll ist, ein weitgehend lineares Punktesystem anzuwenden, wo der Sieger keinen Punktevorteil rausholen kann. In der Formel I erfolgt die Punktevergabe nach dem Schema 10-6-4-3-2-1. Der Sieg wird also stark belohnt. In der Kartliga hingegen 100-96-92-88-84-.. später 3er Sprünge, dann 2er Sprünge. Teams, die sich ständig unter den Top 10 plazieren, können sich durch einen Sieg keine entscheidenden Vorteile erkämpfen.

Dieser Finallauf wird für V-max wohl das größte Hetti-wari in seiner Teamgeschichte bleiben.

Das V-max Team wird sich in Zukunft voraussichtlich nicht mehr an Hallenrennen beteiligen.