Der runde Tisch. 9.3.2000.Aufgrund einer Initiative von www.koflair.at, die durch das Angebot von Geri Berger zustande gekommen war, trafen sich am 9.3. knapp über 30 Teilnehmer der Kartliga, um ein paar offene Fragen bezüglich Reglement zu klären. Das Gespräch war recht konstruktiv und insgesamt sehr positiv. Es wurden zwar keine Änderungen am Reglement beschlossen, dennoch gingen die Teilnehmer insgesamt mit einem lockeren Gefühl heim, weil einige Punkte, die in letzter Zeit für Spekulationen gesorgt hatten, sehr offen geklärt werden konnten. Hier Gedanken zu den Punkten in loser Reihenfolge. Städterennen - Ja oder Nein?Klares JA seitens der Kartliga. Geri Berger erklärte uns, dass es ganze 22 (!!) Interessenten für Städterennen gibt. An den Terminen wird nichts mehr verschoben. Wenn in Kapfenberg nicht gefahren wird, dann eben in Bruck/Mur (10 km entfernt), als Ausweiche für Kirchberg käme ein etwa 7km entfernter Ort in Frage, für Bad Ischl würde St. Wolfgang in die Bresche springen, und so weiter. Momentan trauen sich einige Städte bzw. Politiker aufgrund der politischen Situation nicht endgültig zuzusagen. In der Steiermark finden in ca. 14 Tagen Gemeinderatswahlen statt, eine unpopuläre Entscheidung würde Stimmen kosten, daher nur keine kritischen Entscheidungen treffen... Das Rennen in Lienz wurde leider im Gemeinderat abgewürgt. Faktum ist, dass das erste Jahr ein wenig schwierig ist, weil jeder Veranstalter zunächst vorsichtig ist. Wenn die erste Saison erfolgreich vorüber ist, dann wird es wohl leichter werden. Die Kartliga möchte mit den Veranstaltern 5-Jahres Verträge machen. Die endgültige Liste der Rennorte wird es etwa in der ersten Aprilhälfte geben. Die Kosten für ein Städterennen sind sehr hoch. Es ist mit rund 1,5 Mio ATS pro Rennwochenende zu rechnen. Für die Städterennen wurde ein eigenes Bandensystem entwickelt. Dieses alleine kostet der Kartliga 1 Mio ATS. OSK Genehmigung?Wie bereits von KoflAIR angemerkt, mahlen Mühlen zum Teil langsam, und die OSK selbst schreibt bei Ausschreibungen, die noch nicht genehmigt wurden, die Floskel "vorbehaltlich OSK Genehmigung" vor. Abgesehen davon ist die Staatsmeisterschaft in den Zwischenzeit genehmigt. Die Rennstrecken in den Städten sind keine permanenten Rennstrecken und müssen daher jeweils abgenommen werden. Für die Abnahme gelten für 4-Takt Kartrennen eigene Vorschriften, welche die OSK übrigens in Zusammenarbeit mit der Kartliga erarbeitet hat. Die Vorschrift ist, dass 20% der Rennstrecke mindestens 3,50 Meter breit sein müssen, der Rest muss über 4 Meter breit sein. Velden 1999 war an der schmälsten Stelle 3,70 Meter breit (schmal). GerüchteGeri Berger hat uns ersucht, nicht mehr so viel "Stille Post" zu spielen. Wenn es fragwürdige Punkte gibt oder Gerüchte durch die Gegend getuschelt werden, dann sollen wir doch einfach ein Telefon zur Hand nehmen und die Kartliga anrufen um nachzufragen, was denn nun wirklich Sache ist. Durch die Stille Post Technologie kommt es laufend zu Informationsverfälschungen, die nichts als Unfrieden stiften. Die Kartliga hat heuer mehrere Angestellte, die letztlich auch für die Fragen der Mitglieder da sind. Also: ran ans Telefon, 01 / 699 14 44. 24h Rennen im PraterDas Rennen im Prater von 1. - 3.9. ist bereits genehmigt. Der Prater wird während des Rennens 24h offen haben. Die Start-Zielgerade wird die Prater Hauptallee sein. Fahrerlager bei den StädterennenJedem Team steht bei den Städterennen ein 3 x 3m großes Partyzelt zur Verfügung. Eigene Wohnwagen und Wohnmobile können auf Campingplätzen in der Nähe des Veranstaltungsortes aufgestellt werden. Ständiges Pendeln zwischen Wohnwagen und Rennstrecke ist bei den Sprint- und City Rennen ohnehin nicht notwendig. Dennoch ist es korrekt, dass die Kosten für die Übernachtung gegenüber dem Wohnwagen höher sein werden. SponsorflächenEs bleibt dabei: Der vordere Deckel gehört ausschließlich der Kartliga. Auf die Grundfarbe des Deckels werden die Sponsoraufkleber der Kartliga aufgebracht. Wie Geri Berger versicherte, wäre die Fläche des Deckels bereits fast zu klein für die vielen Sponsoren der Kartliga. Auf den neuen Karts gibt es keine Heckspoiler. Aufgrund der Höhe des Motors würden diese zu hoch aufragen. Streckenposten 2000In dieser Saison kommen als Streckenposten eine Salzburger Truppe zum Einsatz. Es handelt sich dabei um professionelle Streckenposten, die bei jedem Rennen dabeisein werden. Auch beim Finale der Winterchallenge werden die Salzburger zum Einsatz kommen. Startaufstellung im City RaceDie Diskussion um die Startaufstellung im City Race war relativ heftig. Viele Fahrer, die diesen Startmodus bereits aus diversen Hallenrennen kennen, wiesen auf die großen Gefahren dieses Modus hin. Die Kartliga lässt in diesem Punkt jedoch vorerst nicht mit sich reden, solange dieser Modus nicht in der Praxis ausprobiert wurde. Das heisst also: Das erste Rennen in der Motorcity wird laut Ausschreibung gefahren. Falls es beim City Race aufgrund des Startmodus zu groben Problemen kommen sollte, kann eine Abänderung dieses Startmodus ins Auge gefasst werden. Das LadyteamGeri Berger legte Wert darauf, uns die Rolle des Ladyteams ein einziges (und letztes) Mal zu erklären. Das Ladyteam ist das Promotion-Team der Kartliga. Es hilft, die Kartliga bei öffentlichen Auftritten zu präsentieren (Fernsehen, Zeitungsartikel, usw..). Das Ladyteam hilft auch, Sponsoren für die Kartliga aufzutreiben. Das Ladyteam hat so viele Sponsoren, dass es mehrfach finanziert ist. Einige Sponsoren der Kartliga wurden über das Ladyteam auf die Rennserie aufmerksam. Von den 16 Mio ATS Werbegegenwert gehen alleine 7 Mio auf das Ladyteam. Daher hilft das Ladyteam letztlich allen Teilnehmern an der Kartliga, das Nenngeld niedrig zu halten. Das Ladyteam hat sportlich keinen Vorteil. Winterchallenge FinaleDas Finale zur Winterchallenge wird nicht in drei, sondern kompakt in zwei Gruppen ausgetragen. Das ist dadurch möglich, weil aufgrund der Streckenlänge in der OMV Halle 16 Karts pro Lauf Platz haben und daher die Austragung in zwei Gruppen erfolgen kann. Es wird neben dem großen auch ein kleines Finale geben. Weitere runde TischeFalls die Idee guten Anklang findet, wäre es denkbar, den runden Tisch zu einer regelmäßigen Einrichtung werden zu lassen. Weitere Punkte ersuche ich im Salzamt zur Diskussion zu bringen. E.M.KoflAIR |