KoflAIR's Tagebuch. |
| Message aus dem Chat: |
| Dem aktuellen Web-Zeitgeist folgend, führt KoflAIR ab jetzt auch ein Tagebuch. Dieses ist aufgrund des privaten Charakters dieser Seite nicht tierisch ernst zu nehmen. So schauts aus! |
Zunächst jedoch eine Kartweisheit des Tages: Ein angeschobenes Kart wird unlenkbar und fährt geradeaus in die Wiese.
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Kapitel "Der TDI Schnellstart Trick" Als Gokartsportler ist KoflAIR natürlich auch im Straßenverkehrssport kein Schlafauge. Man gibt sich schon hin und wieder mal ein Hatzerl, dagegen ist nichts einzuwenden. Genussvoll ist es vor allem, wenn Hubraum- und PS-stärkere Benziner versägt werden, oder wenn ein Jungbubi glaubt, es unbedingt wissen zu müssen. Eine deutliche Ausbeschleunigung reicht, um den Spaßfaktor am Autofahren deutlich anzuheben. Nun ist es ja beinahe schon hinlänglich bekannt, dass KoflAIR einen Dieselgolf fährt. Diesen gibt es in drei, mittlerweile gar vier Motorvarianten: Als SDI mit 68 PS, als TDI mit 90, 110, und neuerdings stattdessen mit 115 PS. Der 110er ist weit verbreitet, auch KoflAIR nennt diesen sein Eigen. Die TDI's sind Turbomotoren. Mit dem bekannten Nachteil des Turbolochs. VW war jedoch geschickt und hat einen Turbolader gebaut, dessen Windräder verstellbar sind, wodurch sich die Geometrie des Laders geschickt dem anstehenden Wind anpassen kann. Das ermöglicht bei wenig Abgasdruck schon ordentlichen Turboeinsatz, ohne bei viel Gas die meiste Luft durch ein Bypass Ventil passieren lassen zu müssen. Bravo VW. Dennoch: An der Ampel hängt einem der Saugbenziner einfach ab. Zumindest auf den ersten 15 Metern. Dann kommt der Diesel auf 2000 U/min, volles Drehmoment, quiiietsch, und man ist wieder gleichauf, im zweiten Gang gibts dann meist keine Gnade mehr. KoflAIR hat nun Überlegungen angestellt, wie die Pedalerie zu bedienen wäre, um keine Beschleunigungsverzögerung von 0 weg aufzureißen. Das Prinzip ist eigentlich einfach. Es geht darum, zum Zeitpunkt des Starts bereits genügend Ladedruck zur Verfügung zu haben. KoflAIR hat daher probiert, vor dem Start mal kräftig reinzutreten, der Motor jodelt kurz auf 2500, allerdings aufgrund des zu geringen Gegendrucks baut sich kein gscheiter Ladedruck auf - selbes Problem. Bis 2000 kein Schmalz. Dann der gscheite Gedanke: Ersten Gang einlegen. Handbremse ziehen, Knopferl gedrückt halten. Langsam einkuppeln bis die Kupplung leicht beißt. Jetzt ein wenig Gas dazugeben, die Drehzahl etwa um 200 U/min anheben. Kupplung noch ein wenig mehr reinschleifen. Das ist die Startposition. Ladedruck baut sich auf, man hört den Turbo anpfeifen, nun sollte möglichst bald grün werden, das Dieseldrehmoment zerreibt ansonsten die Kupplung in Windeseile. Grün. Handbremse loslassen, Dreiviertelgas, deutlich schnell einkuppeln. Quiiiiiieiiiieieetsch! Mit vollem Drehmoment gehts von 0 weg, lauernde Benziner kommen bestenfalls auf den ersten Metern gleich schnell weg, ihnen geht aber bald schon die Puste aus. Auf diese Weise müsste ein Dieselgolf eigentlich unter 9 Sekunden auf 100 kommen. Ich hab im Herbst letzten Jahres mit einem Kumpel mal gestoppt, ohne diese Technik, echt bei Standgas eingekuppelt und Go, wir haben 9,54 auf 100 gebraucht. Dieser Trick sollte eine deutliche Steigerung bringen. Den Test will ich demnächst mal machen, sobald ich einen Beifahrer mit Stopuhr neben mir sitzen hab. Es ist vielleicht doof, dass ich diesen Trick weitererzähle, weil er mir den Vorteil nimmt, ihn als einziger zu kennen. Aber vermutlich bin ich eh nicht der einzige, das wär doch gelacht. Ach ja, eine kleine Anmerkung noch. Um die angegeben Beschleunigungswerte zu erreichen, sollte der Golf mit einer elektronischen Drehmomentanhebung ausgerüstet sein (Powerbox, typisieren nicht vergessen!), ansonsten würd's nicht dermaßen schnell gehen. Die Serien-TDI's sollten mit diesem Trick zumindest unter 11 Sekunden kommen. P.S.: Bitte keine "und morgen lesen wir Dich in Zeitung, Böser" Meldungen auf diesen Artikel, ich weiß eh dass er ein wenig unvernünftig ist ;-) emk |