| Also gleich vorweg: Es gab wohl noch kein einziges 4-Takt
Langstreckenrennen, das so erfolgreich war wie dieser Veldener Kart City Prix. Die
Stimmung war vergleichbar mit dem Event in der Arena Nova, wo Rennprominenz aus Formel 1
usw sich gegenseitig niederfightet. Das Casino Team, bestehend aus Tobias Moretti und 4 V-max Fahrern war von vielen auf Nummer 1 gesetzt worden. Die V-max Fahrer waren W.L! Wolfgang Lengauer, XL Hannes Gsell, Hasi Josef Höblinger und E.M.KoflAIR himself! Freies TrainingFreitag von 18-20 Uhr war das freie Training, das wir auch klar dominierten, erst in der vorletzten Runde schafften es die A1 Kinder, uns die schnellste Zeit noch wegzuschnappen, ein Gegenangriff konnte aufgrund des regen Hobbyfahrerverkehrs auf der Strecke, leider nicht mehr bewerkstelligt werden. QualifyingDas Qualifying, das gleich ablief wie in der A1 Kartliga, war ein Hammer und an Spannung kaum zu überbieten. Das Ladyteam, die A1 Kinder, Red Bull, V1 und Casino lieferten sich eine Schlacht mit ständig wechselnder Führung. Extrem klebrige Reifen sorgten für mörderische Querbeschleunigungen und in der vorletzten Runde schaffte das Casino Team die schnellste Runde! Dahinter A1, Lady, Red Bull und V1. RennenDer A1 Bengel mit seinen 48 kg ausbeschleunigte KoflAIR mit seinen 74 kg fulminant, klar, und führte 2 Schonungsrunden, ehe KoflAIR den Angriff ritt und bis zum ersten Fahrerwechsel nach 30 Minuten immerhin 9 Sekunden Vorsprung herausfuhr. Fahrerwechsel fand jeweils von 5 vor bis 5 nach volle und halbe Stunde statt. Also zwischen 55 und 05, sowie zwischen 25 und 35. Das sorgte für Abwechslung und Spannung und verhinderte Zusammenklapper, die Strecke war nämlich sehr hart zum derfahren! In Turn 2 hatte das linke Vorderradl von unserem Casino Kart leider keine Luft mehr, und es mußte gewechselt werden. Das war sehr mühsam und langsam, die Mechaniker wurden zur Verfügung gestellt, das nächstemal nehmen wir unsere eigene Crew und Werkzeug mit, das wissen wir genau! Später brach der rechte Achsschenkel, diese Reparatur war auch mit vom langsamsten, das wir bisher erlebt haben - leider. Wir sind weit zurückgefallen, haben dann aber noch Platz 10 (von 24) retten können. Die schnellste Rennrunde fiel ungefähr in der Mitte des Rennens, das mit harten Hinterreifen gefahren wurde. Daher waren hier die Zeiten um rund 7/10 langsamer als im Qualifying. Lange Zeit führte das Ladyteam, von vielen wurde es bereits als der sichere Sieger gefeiert, naturgemäß naturlich von Emanzenrunden, die Männer würden ja nie zugeben wollen, daß sie sich auch freuen, so ist das halt. Damit wurde jedoch zu viel schlechtes Karma angehäuft, und der Zahnriemen versagte wenige Minuten vor Ende der 6 Stunden den Dienst! Was blieb, war ein heißer 6. Platz, schade, das wär ein Riesenerfolg für die Ladies gewesen. Der Sieg ging an das Villacher V1 Team! Dieses Team setzt sich teils aus Amateuren, teils aus heftigen Schnellfahrern zusammen, und V1 hatte keinen einzigen Defekt. Also waren sie bei Rennende mit 4 Runden Vorsprung vorn. Sie hatten mit 44,525 nur die achtschnellste Runde, Christian Mayer, der auch gleich neben Villach in Finkenstein wohnt, konnte im Vorfeld schon mit dem Team trainieren, was auch auch Vorteil ist. Das Auftreten der Truppe war ebenfalls ein Hammer, sie hatten einen eigenen VIP Raum und einen Balkon für geladene Gäste am besten Teil der Rennstrecke zur Verfügung stellen können! Bravo V1! Zweiter wurden die A1 Kinder, die auch tadellose Leistung zeigten, und mit 44,01 nur um drei Hundertstel die schnellste Rennrunde verpaßten. Tadellos! Dritter wurde das Team der Kärntner Woche, die ebenso wie V1 defektfrei durchfuhren. Nicht superschnell, aber "beständig", wie man so schön sagt. Das genaue Ergebnis liegt wie immer auf der Kart-Data Seite! Für die schnellste Rennrunde bekam E.M.KoflAIR bei der Siegerehrung ein kleines Präsent überreicht, ein chromglänzendes Nokia 8810, und es ist wirklich sehr klein. Party TimeWahrscheinlich heftiger als das Rennen selbst war die Drivers Party am Freitag abend. Das Casino Team wurde aus Freude über den Top Platz im Qualifying zuerst auf ein wenig Bacardi Cola eingeladen, zwei nämlich. Richtig, zwei Flaschen. Dann mußten wir das Casino Motorboot besteigen und der Marketingleiter himself, Alexander sein Name, chauffierte uns in die "Fabrik" nach Pörtschach. Als er dem V8 sämtliche 360 PS abrang, war lautes V-max Gegröhle am gesamten Wörthersee hörbar. Um 6 Uhr legten sich die letzten Piloten erst schlafen. Die Siegerehrung fand in Velden vorm Casino statt, war extrem toll inszeniert. Jörg Landeshauptmann Haider verkündete die angepeilte Position 1 in der Motorsport Wertung der Bundesländer! Der Landesrat erteilte eine Proforma Vorabgenehmigung für das kommende Jahr. Der Casinodirektor Resch, einer der Hauptsponsoren, gab die Räume des Casinos als Teil der nächstjährigen Rennstrecke frei. A1 Vorstand Sundt gab zu verstehen, daß er das Event nächstes Jahr noch größer rausbringen wolle. Hannes Jagerhofer, der alles organisierte, ihm dankten alle. Bravo Hannes! Auch die Abschlußfete war sehr nett, wenngleich wesentlich dünner besucht, was aber nicht auffiel, es war nämlich Samstag Abend! Und da ist in Pörtschach ohnehin die Hölle los. Am Monte Carlo Platz begann's mit Freibier, später gings dann im Drop-In, der Nobeldisco schlechthin, weiter und endete für einige noch in der Fabrik, andere gaben bereits vorzeitig w/o, waren einfach schon zu geschlaucht vom Vorabend und dem Rennen. RennsportlichRennsportlich möchte ich hier anmerken, daß die 24 Karts hervorragend gleichmäßig auf rund 7,3 PS eingestellt waren und Pepi Kapuy in der Vorbereitung hervorragende Arbeit geleistet hat! Franz Wurz, dem Streckensetzer, muß ebenfalls gratuliert werden. Die Streckenführung bot eine hervorragende Abwechslung zwischen Angstpassagen und Ausbremszonen, wodurch viele Überholungen möglich waren und sich die Spreu ganz deutlich vom Weizen trennen konnte. In den schwierigen Passagen kleschte es auch immer wieder, und bekanntlich macht der Crash den City Prix erst "richtig resch", frei nach Fendrich, und das Publikum gröhlt heute noch. Der A1 Kartliga ist ebenfalls großes Lob auszusprechen, die einen Rennmodus erfunden hat, der sich ideal für derartige Ereignisse eignet. Die ständige Abwechslung der Fahrer frischt die Positionskämpfe immer wieder von neuem auf, die Spannung ist laufend vorhanden, und die Leute sind bis zum Schluß geblieben! Es gab zwei Sprecher, die eine Doppelconference machten, unser bekannter und geliebter A1 Kartliga Sprecher, der selbst die langweiligste Rennszene zum spannenden Ereignis machen kann, war in der Fahrerwechselzone, machte ständig rennsportliche Interviews mit Fahrern und Prominenten, hielt das Publikum mit tollen Hinweisen ständig am laufenden. Der zweite meldete sich von der Strecke, um den einen oder anderen Klescher zu kommentieren, zu erklären, was Pacecar-Phasen sind (deren es nicht wenige gab), und wie das Rennen grad steht. Vorm Start hat er das Publikum voll angeheizt, Wellen gemacht und vieles mehr. FernsehenIm Sport Bild vorm Formel I A1 Grand Prix hat der ORF einen deutlichen Bericht gebracht. SAT.1 berichtete in "Blitz", daß Tobias Moretti früher im Ziel war als Gedeon Burkhard, und was wohl Rex dazu sagen würde? Wuff! W1 wird in seiner Society Sendung über die Gschicht berichten und vielleicht auch in motors. In W1 gab es einen ausführlichen Bildbericht!! Bericht in der Kleinen Zeitung Kärnten hier! |